Bluesiana Rock Cafe Velden

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CLARENCE SPADY & NEAL BLACK Band

„a life full of blues” Tour 2023

Clarence Spady wurde nach dem Erscheinen seines Debut-Albums „Nature Of The Beast” bereits 1993 als „the future oft the blues” (Chicago Tribune) abgefeiert. Leider stand er sich mit seiner Drogensucht lange selbst im Wege, legte 2008 sein Album „Just Between Us” nach, das für einen Blues Music Award nominiert wurde, und schaffte schlussendlich den Turnaround weg von der Sucht. Jetzt kommt er nach einem Vierteljahrhundert (!) zum ersten Mal nach Europa zurück.

Meine Agentur WELTENKLANG war es damals auch, die ihn 1997 zum ersten Mal über den großen Teich holte!

Mit seinem dritten und aktuellen Spitzen-Blues-Album „Surrender” aus 2021 stellt er sich gestärkt und vital seinem Leben. Es ist eine mutige und sehr persönliche Retrospektive.

Als Clarence Spady Mitte der 1990-er gleich zweimal für einen WC Handy-Award (der Blues-„Grammy”) nominiert wurde, konnte er die vor ihm liegenden Schritte auf der Karriere-Leiter nicht nur nicht nehmen, sondern war selbst sein schlimmster Feind. Ich habe ihm damals trotz widrigster Vorzeichen eine Chance gegeben und wir sind mit einer sensationellen Tournee belohnt worden, die zwar ein Hochseil-Akt für mich war, sich aber künstlerisch mehr als bezahlt gemacht hat!

Danach verschwand er völlig von der Bildfläche, durchschritt mehrmals die Hölle eines Entzugs, kam danach immer wieder wie der Phönix aus der Asche empor um erneut tief zu fallen.

Geboren 1961 und aufgewachsen in Paterson, New Jersey, in einem Haushalt in dem die Familie sonntags in die Kirche ging um Gospel zu singen, die Mutter die Five Blind Boys of Alabama und Mahalia Jackson aufs Plattenteller legte und sein Vater diese Platten durch BB King oder Howlin Wolf austauschte, lag der Blues täglich in der Luft. Sein Vater Clarence und Onkle Fletchy spielten beide Gitarre und Klein-Clarence saß – erst vierjährig – bald mit seiner eigenen Gitarre mit dabei.

Mit 12 war er bereits ein perfekter Blues- Gitarrist, die Familie übersiedelte nach Scranton, Pennsylvania, wo er mit Motown, Bluegrass, Country und dem Philly Sound Freundschaft schloss und so sein Spektrum erweiterte.

Nach seinem Schul-Abschluss ging er 1979 nach New Jersey, begann in einem Tonstudio zu arbeiten und konnte sich schnell als gefragter Sideman in zahlreichen Bands etablieren. Als Gitarrist in der Top-40 Band von Greg Palmer spielte er support für Größen wie die Four Tops oder die Spinners und tourte fast sechs Jahre lang ununterbrochen durch die USA.

Nach einem gemeinsamen Konzert mit Stevie Wonder wollte ihn dieser als Gitarrist in seine Band holen. Das Management vereinbarte mit Clarence Spady eine 2-wöchige Probezeit, der eine große USA-Tournee folgen sollte. Die Tickets für den Flug nach Arizona waren gebucht und bezahlt und zum ersten Mal vermasselte Clarence alles. Es war die Zeit exzessiver Partys und eine dieser Partys war ihm wichtiger als seinen Flug nach Arizona zu erwischen. „I never made it! The party scene was too much to resist”

Es folgten Bands, Tourneen, Partys und Abstürze. Um sich zu retten ging er zurück nach Scranton, nahm einen fixen Job als Lastwagen/Bagger/Kran-Fahrer an, den er 17 Jahre behalten sollte, und setzte sich an den Wochenenden spätabends nach der Arbeit ins Auto um nach Manhatten zu fahren und in den zahlriechen Clubs den Blues zu spielen. Daneben ging er regelmäßig in die Baptisten-Kirche um zu singen und Orgel zu spielen.

1989 gründete er seine eigene Scranton Blues Band, die zur West Third Street Blues Band wurde und auch das Material für „Nature Of The Beast” einspielen sollte. Das Album wurde Mitte der 90-er vom angesehenen Label Evidence Records mit neuem Cover nochmals heraus gebracht und dann machte es PÄNG. Die CD erreichte Gold-Status, wurde für zwei WC Handys nominiert, das Telefon beim Management lief heiß, und es kamen Engagements für große Tourneen, doch erneut vermasselte Clarence wegen seines Drogenproblems alles. Nach Gastspielen in renommierten Häusern und bei wichtigen Festivals begann sich innerhalb kurzer Zeit herumzusprechen, dass der Künstler trotz seiner Genialität extrem unzuverlässig sei und Konzerte, ja ganze Tourneen kurzfristig ausfallen lassen würde. (ich war da mittendrin dabei, aber das würde den Rahmen sprengen!).

Der nächste Absturz kurz vorm großen Durchbruch!

Clarence verschwand fast gänzlich von der Bildfläche um fast 10 Jahre später und endlich clean vom Eigentümer des Labels Severn Records ein Angebot für ein Comeback-Album zu bekommen.

Und „Just Between Us” wurde prompt sensationellerweise mit einem Blues Music Award für best Soul-Blues Album ausgezeichnet.

Trotz dieser großen Anerkennung war Clarence mit dem Album nicht wirklich zufrieden, da er nur einen richtigen Slow-Blues darauf verewigen konnte.

Folge-Engagements und Tourneen für das Album verweigerte er deshalb, es kam zum Bruch mit Severn Records und Clarence verwandelte sich erneut in Asche!

Dann verstarb 2019 auch noch sein Sohn mit Mitte 20 zu Hause!

Dennoch hielt er an seinem Plan fest, ein richtiges Blues-Album mit seinen Geschichten aufzunehmen und konnte letztendlich Sallie Bengston`s Firma Nola Blues Records gewinnen 2021 Surrender zu produzieren.

Auf dem gelungenen Album, das als hochemotionelle Seelen-Wanderung verstanden werden kann, finden sich dann auch Stücke wie die Autobiographie „If My Life Was A Book”, oder „Good Conversation”, ein Duett von und mit seinem Gitarristen-Freund Adam Schultz. „K-Man” ist seinem zu früh verstorbenen Sohn gewidmet, und „Down Home Blues” von ZZ Hill, ein Stück, das seine Eltern immer auflegten, wenn sie von Partys nach Hause kamen um noch einen letzten Tanz hinzulegen. Den Edel-Blues „Surrender” hat er nach einer seiner täglichen Entzugs-Therapien in der lokalen Kirche geschrieben. Die sensationelle Version der Lucky Peterson-Komposition „When My Blood Runs Cold” ist eine Erinnerung an den 2020 verstorbenen Lucky, mit dem ihn eine enge Freundschaft verband.

Drei Nummern auf dem Album sind Live-Aufnahmen aus seiner wildesten Phase, einer Zeit, in der Kokain-Gangs und tägliche Morde Pennsylvania heimsuchten.

Zum einen ist dies „Addiction Game”, natürlich eine Selbstreflexion und „Pick Me Up” eine Komposition seines Schlagzeugers und Freundes Shorty Parham, der ebenfalls vor kurzem verstarb. Das zehnminütige Instrumental-Stück „Jones Falls Expressway” ist eine Hommage an einen Fast-Unfall der Band bei hoher Geschwindigkeit auf dem Weg zu einem Gig.

Surrender wurde als „Best Contemporary Blues Album” für die Blues Blast Awards nominiert.

NEAL BLACK:

Neal Black aus San Antonio/Texas, Sohn einer deutschen Mutter und eines indianischen Vaters, elektrisiert seit über 30 Jahren Zuhörer auf der ganzen Welt mit seiner Mischung aus Blues, Rock, Jazz und Roots Music.

Hochgelobt von seinen Kritikern, u.a. vom Rolling Stone Magazine, wird er auch “The Master of High Voltage Texas Boogie” genannt.

Er war mit seinen „Healers“ schon mehrmals im Bluesiana und wir freuen uns auf seine Rückkehr !

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Ticketpreise:
Vorverkauf (bis 7.02.): € 40,– (Kelag Plus Club: € 30,-)
Abendkasse: € 45,– (Kelag Plus Club: € 35,-)

Categories: Demnaechst, vorschau

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